Zurück im Hamsterrad

Nun ist es also passiert. Nach Jahren der Freiberuflichkeit habe ich das Angebot eines Kunden angenommen und arbeite wieder als Angestellte. In meinem Freundeskreis reichen die Reaktionen von ‚Das hast du dir verdient‘ (Führungsposition) bis ‚Cool, endlich wieder sicheres Gehalt‘. Was insofern witzig ist, als dass ich seit Jahren nicht so viel Angst hatte um meine finanzielle Situation wie jetzt gerade. In der Probezeit. Nachdem ich ein gut laufendes Geschäft aufgegeben habe. Ich war die verf***te United Airlines! Ich musste Kunden rausschmeißen. Und jetzt habe ich 14 Tage Kündigungsfrist mit Endstation Hartz IV. Sicherheit? Muahaha!

Wie ich damit umgehe? Ich werde einfach weiter schreiben. Bloggen, Kunden beraten. 60 Wochenstunden Arbeit bin ich ja gewohnt. Wer selbständig ist, arbeit selbst ständig. Daran muss ich ja nichts ändern. Zumal ich jetzt, nach 2 Wochen im neuen Job, schon weiß, warum ich den irgendwann hinschmeißen werde. Ist vielleicht ganz schlau, die alten Brücken hinter mir nicht vollständig einzureißen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen neuen Job! Genau die richtige Mischung aus Kundenkontakt und allein hinterm Rechner sitzen, aus inhaltlicher Arbeit, strategischer Weiterentwicklung der Abteilung und erholsamen Verwaltungsaufgaben. Aber ich habe schon gewisse Ansprüche an die Managementfähigkeiten meiner Arbeitgeber. Und wenn nach 2 Wochen noch immer keiner weiß, wer mir das wichtigste Planungstool beibringen kann, steht für mich fest, dass ich den Laden entweder übernehmen oder irgendwann entnervt in den Sack hauen werde.

Ich schreibe unter einem Alias, damit sowohl mein Arbeitgeber anonym bleibt als auch meine geschäftliche Tätigkeit klar von diesem Blog getrennt ist. Hier bin ich rein privat unterwegs und erzähle euch, wie es mir ergeht, zurück im Hamsterrad.

Ich freue mich auf eure Kommentare, eure eigenen Erfahrungen und konstruktives Feedback.

Eure Chaostheorie

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  1. Pingback: Machtspiele – Mein Kollege, das Äffchen – Chaostheorie

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